Hegau-Bodensee CB Funk
Abkürzungen (Die Sprache der CB-Funker)
![]() SWR MeterWie in jeder „Subkultur“ hat sich auch im CB-Funk im Laufe der Zeit eine eigene Sprache entwickelt. Diese lehnt sich an Begriffe und Abkürzungen des Amateurfunks (HAM-Radio) an, hat aber auch ganz eigene „deutsche“ Begriffe hervorgebracht. Prinzipiell lässt sich diese Sprache in 3 Kategorien einteilen. Die Q-Gruppen, die Zahlen und der CB Jargon oder Slang. In den 1980er Jahren, als CB-Funk noch Teil der Jugendkultur war, war die Verwendung noch deutlich ausgeprägter. Einige Q-Gruppen, Zahlen und Ausdrücke haben sich jedoch hartnäckig gehalten und werden immer noch oft verwendet. Es ist kein Problem, wenn man diese Begriffe nicht sofort versteht. Wer öfters QRV ist lernt schnell. HI. Die sogenannten S und R-Werte geben Auskunft über die Qualität der Funkverbindung und sind quasi omnipräsent. Sie helfen den eigenen Standort, die eigene Antenne, die aktuellen Ausbreitungseigenschaften und Technik einzuschätzen. |
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Q-Codes: QRA Mein Stationsname ist... QRG Die Frquenz (Das Band) QRL QR-Lästig (Die Arbeit) QRM Störungen (Matsch) "Man Made" (Schaltnetzteile, Power-Line etc.) QRN Störungen natürlichen Ursprungs QRP QRP-Betrieb Sendeleistung verringert QRT Teilnahme am QSO beenden QRV Sende/Empfangsbereit sein (on Air sein) QRX X machen, Pause machen QRZ Jemanden rufen / bzw. BREAK QSB Schwankungn der Feldstärke, Schwund, Fading QSO Gespräch QSY Kanalwechsel auf... QSP Vermittlung (siehe die "Paula machen") QSL Bitte bestätigen QTH Der eigene Standort QRR Störenfried CB Jargon (die Sprache der CB-Funker): HI: Ironie, etwas lustig finden. CQ: Allgemeiner Anruf BREAK: Aufnahme in QSO anfordern SSB: Einseitenband Modulation LSB: Unteres Seitenband USB: Oberes Seitenband FM: Frequenzmodulation AM: Amplitudenmodulation PA: Endstrufe SWR: Stehwellenverhältnis (Anpassung Antenne ans Funkgerät) Stereo: Irrtümliches, gleichzeitiges Senden zweier Stationen Oberwelle: Frau Freundin Beam: YAGI Richtantenne Trägerdrücker: siehe QRR Cheerio: Abschiedsgruß Contest: Funkwettbewerb Handgurke: Handquetsche Handfunkgerät Hintergrund: Nur Zuhören Keramik: Toilette (auch 700) Vitamin QSO: Essen Gesichts QSO: Persönliches Treffen Roger: Verstanden Rote Lampe: Erhöhte Sendeleistung Sitzheizung: Erhöhte Sendeleistung Oma, Brenner: Erhöhte Sendeleistung Kommafehler: Erhöhte Sendeleistung postalisch: 4Watt FM / 12Watt SSB OM: Old Man (CB) Funker YL: Young Lady CB Funkerin Schrottfreier (Heimflug): Komm gut heim Spargel: Die Antenne Die Paula machen: Vermittlung zwischen 2 Stationen die sich nicht hören können. Mike: Das Mikrofon Over: Mike zurück (Over to you - "Jetzt bist Du dran") Zahlen: 2 Meter: Das Bett, ins Bett gehen 4 Meter: Das Ehebett 51 Lass Dich nicht erwischen! 55 Viel Erfolg 73 Grüße 88 Liebe und Küsse (Als herzlicher Gruß an eine YL) 99 Verschwinde! Räume den Kanal! 100 Bin kurz weg 128 73+55 200 Auch Bett 600 Telefon (von 600 Ohm Leitungsimpedanz des anolgen Telefonetzes) 601 Whatsapp 700 Toilette (die Keramik) Die S-Werte oder Santiago-Werte werden am Funkgerät abgelesen und sind eine genau definierte physikalische (elektrische) Größe. Sie beziehen sich auf den Leistungs- bzw. Signalpegel am Antenneneingang eines Funkgerätes (50 Ohm). S9 ist definiert als die Signalstärke, bei der den Empfänger −73 dBm, bei 50 Ω Impedanz also etwa 50 µV, erreichen. Dies sind 50pW, also 0,00000000005 Watt! Siehe auch hier. Die Übermittlung der S und Radio Werte an eine andere Station wird Rapport genannt. In "Worten" können die S-Werte wie folgt interpretiert werden: S0 kein Signal S1 kaum ein Signal S2 sehr schwaches Signal S3 schwaches Signal S4 ausreichendes Signal S5 ziemlich gutes Signal S6 gutes Signal S7 mittelstarkes Signal S8 starkes Signal S9 sehr starkes Signal S9+x (db) extrem starkes Signal Die R-Werte oder Radio-Werte sind subjektive Wahrnehmungswerte jedes einzelnen Funkers. Hier entscheidet das Ohr! Ein Signal kann zum Beispiel eine hohe Feldstärke haben (hoher S-Wert), aber schlecht verständlich sein, weil es extrem dumpf klingt. R1 nicht lesbar, unverständlich R2 zeitweise lesbar bzw. teilweise verständlich R3 schwer lesbar, aber lesbar R4 lesbar, verständlich R5 gut lesbar R5 UKW sehr gut lesbar (Radio-Qualität) Mit "lesbar" meint der Funker "hörbar", wobei "lesbar" etwas darüber aussagt, ob auch der Inhalt verständlich ist. Etwas "hören" oder etwas "verstehen" ist ein Unterschied. Das internationale Buchstabieralphabet wird zum Beipiel dann wichtig, wenn bei schlechter Verbindung "Eigennamen" übermittelt werden müssen: A Alfa (Alfa) B Bravo (Bravo) C Charlie (Tscharlie) D Delta (Delta) E Echo (Ecko) F Foxtrot (Fokstrott) G Golf (Golf) H Hotel (Hotel) I India (India) J Juliett (Tschuliett) K Kilo (Kilo) L Lima (Lima) M Mike (Maik) N November (Novemba) O Oscar (Oska) P Papa (Papa) Q Quebec (Kebeck) R Romeo (Romeo) S Sierra (Sierra) T Tango (Tango) U Uniform (Juniform) V Victor (Wiktor) W Whiskey (Wiski) X X-ray (Ex-rei) Y Yankee (Jänkie) Z Zulu (Zulu) |
