Wie funktioniert CB-Funk?
- Rufzeichen (Rufnamen / Skip): Im CB-Funk kann, im Gegensatz zum Amateurfunk, jeder Teilnehmer seinen „Skip“ selbst wählen. Bei der Wahl des Rufzeichens sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Viele OM’s (Funker) wählen zum Beispiel die Initialen ihres Namens und geben diese im Internationalen Buchastbieralphabet an. Heißt man zum Beispiel „Karl Amann“ und ist 1973 geboren, wäre „Kilo Alpha 73“ ein gängiger Skip. Es gibt jedoch auch sehr kreative Rufzeichen, wie „Staubsaugerpilot“, „Chämifeger78“ oder „ Büllebläri“. Bei dialektischen Rufzeichen, welche für einen selbst sehr viel Sinn machen, sollte man drauf gefasst sein, das sie vom Gegenüber nicht (sofort) verstanden werden. Auch nach mehrmaliger Nennung. Die Silben-Verständlichkeit kann aufgrund von Störungen (Rauschen, Prasseln etc.), begrenzter Bandbreite oder Hörminderung stark eingeschränkt sein. Es spricht nichts gegen solche Rufzeichen, im Gegenteil, einmal verstanden, bleiben sie jeder Gegenstation sehr präsent. Man sollte sein Rufzeichen auf Nachfrage aber korrekt buchstabieren können! Also zum Beispiel: „Mein Rufzeichen ist Büllebläri ich buchstabiere: Bravo, Uniform, Echo, Lima, Lima, Echo, Bravo, Lima, Alpha, Echo, Romeo, India“! Im länderübergreifenden Funkverkehr wird diese Problematik umgangen, indem man im CB-Funk (selbstgewählte) Rufzeichen verwendet, die von jedem verstanden werden und „genormt“ sind. Siehe auch DX.
- CQ-Rufen: Will man ein Funk-Gespräch starten und hat keinen festen Funkpartner, so ruft man auf dem lokalen Anrufkanal CQ. Der CQ Ruf bedeutet ich möchte mit jemandem Funkkontakt aufnehmen. Wer immer das hört, soll sich melden. Das geht dann z.B. so: „CQ CQ Station Kilo Alpha 73 ruft CQ und hört.“ oder „CQ von Station Kilo Alpha 73 ist jemand QRV?“. CQ kommt von „Seek You“ – „Suche Dich“.
- Zuhören: Findet eine Funkrunde statt, in die man aufgenommen werden möchte, fragt man sich: Welche Stationen höre ich und wie sind die Rufnamen.
- Rein-Breaken: In eine Sprechpause wird das Wort „Break“ gerufen. Meisten kommt die Info der nächsten Station: „Break ist gehört“. Warten.
- Aufforderung zum Melden: Man meldet sich mit seinem Skip (Rufnamen), Vornamen und dem Standort. Dann gibt man an die aufrufende Station zurück. Diese wird einen begrüßen, Ihren eigen Skip nennen, und im Normalfall über die Runde bzw. die beteiligten anderen Stationen aufklären.
- Wichtig: Das Mikro hängt nie in der Luft. Nicht einfach aufhören mit Sprechen und denken, der welcher gemeint ist wird schon antworten. Immer! an eine Station übergeben, auch wenn es trivial erscheint. Also z.B.: „Mikro zurück“ sagen, oder den Stationsnamen. Sonst gibt es Verwirrung. Im Sprechfunk kann nur einer sprechen, alle anderen sind dann blockiert. Sprechen 2 Stationen gleichzeitig, zum Beispiel aufgrund eines Missverständnisses, hört keiner was. Ein bisschen Mitdenken ist erforderlich, auch kurze Notizen machen Sinn! Im Zweifel übernimmt die Station, die als letztes vor der fehlenden Übergabe dran war.
- Macht eine Teilnahme Sinn?: Höre ich nur 2 Station in einer Runde an der 8 Stationen beteiligt sind, sollte eine Teilnahme überdacht werden. Sonst wird es für alle Teilnehmer anstrengend. Ein kurzes „reinbreaken“, Grüße senden und Werte abfragen (Santiago und Radio), ist aber immer ok. Santiago = Feldstärke S1-9 / Radio = Verständlichkeit R1-5.
- Zügiges Weitergeben in großen Runden: Die Sprechzeit in größeren Runden sollte gerecht verteilt werden. Niemand hat Lust eine halbe Stunde zu warten bis er wieder dran ist. Normalerweise wird im Kreis weitergeben, sollte dies einmal unterbrochen sein, gibt man an die Station ab, die „länger“ nicht mehr dran war. Zum Beispiel: „Ich gebe das Mikrofon an XY, bitte kommen“. Haben sich 2 Stationen mehr zu sagen, kann man immer noch den Kanal wechseln. „Station XY komm mal eins hoch“ etc. Aber Mikro dann weitergeben!
- Pausen lassen! Analoge Funkgespräche sind „One-Way“ (Simplex). Es kann immer nur einer sprechen, alle anderen sind dadurch blockiert. Eine Station, welche durch einen „Break-Ruf“ in das laufende Gespräch aufgenommen werden will, hat nur die Chance zwischen die Durchgänge zu rufen. Das klingt total logisch und leicht, ist es aber nicht! Die meisten Teilnehmer meinen „SOFORT“ die Sprechtaste drücken zu müssen, wenn Ihr Name genannt wird. Es ist schwerer als man denkt innerlich 21,22 … zu zählen und dann erst zu antworten!
- Wie überall: Übung macht den Meister, und das geht im (CB-) Funk ganz schnell, warum? Weil alle Dir helfen und es toll finden das „Du“ da bist!
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